Der Kriminalroman „Wisting und der fensterlose Raum“ ist der zweite Band der Cold Cases-Reihe von Jørn Lier Horst.

Worum geht es in „Wisting und der fensterlose Raum“ von Jørn Lier Horst:

Bernhard Clausen ist ein Politiker, der nach einem erfüllten Leben an einem Herzinfarkt verstirbt. Im Nachlass des im Ruhestand gewesenen Volksvertreters macht ein Parteifreund eine eher unerwartete Entdeckung. In einem Raum ohne Fenster findet er einen Karton mit verschiedenen Währungen: amerikanische Dollar befinden sich ebenso darunter wie zahlreiche Euronoten. Insgesamt beläuft sich der Fund auf einem Wert von über 80 Millionen Kronen. Kommissar William Wisting bekommt den Auftrag eine Sonderkommission zu bilden und die Herkunft des Geldes zu klären. Sehr schnell führt eine Spur in die Vergangenheit. Genauer gesagt zu einem Überfall auf einen Geldtransporter, der bis heute nicht aufgeklärt werden konnte. Um einen Skandal zu vermeiden, soll Wisting unter strengster Geheimhaltung ermitteln. So zieht er nur seine Tochter Line und seinen Freund Adrian Stiller hinzu, der sich mit alten Fällen beschäftigt. Die drei ahnen nicht, in welches Wespennest sie dabei stechen.

Kritik zu dem Krimi von Jørn Lier Horst:

Wisting und der fensterlose Raum von Jørn Lier HorstNach dem Erfolg seines Krimis „Wisting und der Tag der Vermissten“, der in Deutschland prompt die Bestsellerliste des Spiegels erreichte, kommt jetzt mit „Wisting und der fensterlose Raum“ der zweite Cold-Case-Roman von Jørn Lier Horst auf den Markt. Wer sich für den durchaus ruhigen, aber durchdachten und spannend zu lesenden Erstling dieser Reihe begeistern konnte, wird auch von diesem Roman angetan sein. Dabei bleibt der Schriftsteller seinem Schema und seinem Stil treu. Die Ermittlungen, die Wisting durchführen muss, um hinter den Ursprung des Geldes zu kommen, sind überaus einfallsreich und schlüssig. Dabei wartet nicht nur auf den Kommissar, sondern auch auf den Leser die eine oder andere Überraschung. Dabei kann Wisting das Verhältnis zu seiner Tochter intensivieren. Das wird den Leser freuen, da das ermittelnde Vater-Tochter-Gespann bereits im ersten Band durchaus seinen Reiz hatte.

Das „Wisting und der fensterlose Raum“ ebenfalls funktioniert ist sicher auch dem agierenden Personal zu verdanken. Bei aller Raffinesse für den kriminalistischen Plot sind es die menschlichen Momente, die den Roman lesenswert machen. Etwa wenn sich Wisting trotz seiner zeitraubenden und intensiven Ermittlungen darum Sorgen muss, wie er seine Enkeltochter betreuen kann. Hinzu kommt, dass der ehemalige Polizist Jørn Lier Horst natürlich auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen kann. In einem Interview gab er zu, dass dieses Hintergrundwissen seine große schriftstellerische Stärke ist.

Stilistisch fällt auf, dass sich der Roman nicht ganz so flüssig liest, wie der erste Band. Viele aneinandergereihte Hauptsätze geben dem Werk einen oft berichtend wirkenden Charakter. Natürlich kann dies von dem Autor bewusst so eingesetzt worden sein, trotzdem bremst es den Lesefluss an der einen oder anderen Stelle etwas aus. Das war im ersten Band ein wenig geschmeidiger. Andererseits sorgen die ansonsten recht kurzen Kapitel dafür, dass man sehr gut durch die vertrackte, aber niemals unglaubwürdige Handlung kommt.

Insgesamt ist „Wisting und der fensterlose Raum“ ein überaus lesenswerter Krimi, der mit einem durchdachten Plot und tollen Figuren aufwarten kann. Jørn Lier Horst enttäuscht den Leser nicht, auch wenn der erste Band in der Gesamtsumme einen Tick besser war. Trotzdem darf es mit den Cold Cases sehr gerne weitergehen.

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Wisting und der fensterlose Raum von Jørn Lier Horst

Wisting und der fensterlose Raum – Cold Cases 2

  • Jørn Lier Horst
  • Verlag: Piper
  • 432 Seiten
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