Anmerkung: „Todeshafen“ ist der 5. Band der Konrad Simonsen-Reihe von Lotte und Søren Hammer.

Inhaltsangabe zu „Todeshafen“ von dem dänischen Autorenduo:

Kopenhagen im Sommer. An einem wunderschönen Tag im August kommt es zu einem folgenschweren Unfall zwischen einem Ausflugsboot und einer Fähre, die sich auf dem Weg nach Olso befindet. Unter den Opfern findet man vier Leichen, die nicht ertrunken sind. Konrad Simonsen wird mit den Ermittlungen beauftragt. Unter diesen Opfern ist auch seine junge Kollegin Paulina Berg. Was hatte sie auf dem Schiff zu suchen? War sie an einer Nachforschung dran oder nur zufällig an Bord. Simonsens Untersuchungen führen zu einem Mann namens Björn Lauritzen, der Mitte der 90er Jahre scheinbar in dem jugoslawischen Bürgerkrieg verwickelt war. Doch der Kommissar muss sich beeilen, denn über das, was damals in Bosnien und Serbien passiert ist, will heute kaum noch jemand reden. Aber Simonsen lässt nicht locker, weiß er doch, dass es nur einen einzigen Weg gibt, um Gerechtigkeit herzustellen.

Kritik zu dem Kriminalroman von Lotte und Søren Hammer:

Todeshafen von Lotte und Søren HammerDas dänische Geschwisterpaar Lotte und Søren Hammer zählt durch ihre Reihe um Kommissar Simonsen zu den beliebtesten Autoren in ihrer Heimat. Auch in Deutschland haben sich die beiden mit ihren ausgeklügelten Werken, eine treue Fangemeinde erschreiben. Im Mittelpunkt von „Todeshafen“ steht einmal mehr Konrad Simonsen. In einem Interview verrieten die Autoren, dass die Figur durch Lotte Hammers Exmann inspiriert wurde. Wer frühere Romane des dänischen Geschwisterpaares kennt, wird jedoch feststellen, dass er langsam aber sicher in seiner Entwicklung stagniert. Das gibt anderen Figuren die Chance, sich hier hervorzuheben.

Dabei ist „Todeshafen“ alles andere als ein leicht zu lesender Krimi. Lotte und Søren Hammer zählen zu den verworrensten Autoren, was die Darstellung ihres Plots angeht. Während einige diesen Schreibstil, der nüchtern und stellenweise fast oberflächlich wirkt, nicht mögen werden, entwickelt sich ein Großteil der Geschichte unter der Fassade. Das heißt, dass man als Leser überaus aufmerksam sein muss, um alles zu verstehen, was die Elemente des Verbrechens angeht. Die Handlung selbst beginnt mit dem Mord an Bord des Bootes, aber recht bald wird auch dem Leser klar, dass dieser lokale Amoklauf nur ein Deckmantel für die größere Geschichte ist.

Lotte und Søren Hammer haben hervorragend recherchiert, was den jugoslawischen Bürgerkrieg angeht. Es die gerade die Nuancen zwischen den Schauplätzen Dänemark und dem Balkan, die die den Leser faszinieren und die den großen Reiz dieser Story ausmachen. Hinzu kommt, dass es die beiden Autoren sehr gut schaffen, in ihre Erzählung einen sozialen Kommentar einzuweben, ohne einen moralischen Zeigefinger zu heben. Dadurch kann der Leser das Gesagte analysieren und für sich selbst Stellung beziehen.

Wer einen Roman sucht, der viel Action bietet, sollte um „Todeshafen“ von Lotte und Søren Hammer einen großen Bogen machen, denn dieses Genre bedienen die beiden Schriftsteller nicht. Wer jedoch ein Faible für herausfordernde Rätsel hat und sich auch stilistisch etwas fordern möchte, der ist mit diesem Krimi bestens bedient. Hinzu kommt, dass es hier eine Story gibt, deren Wahrheitsgehalt womöglich gar nicht so weit von der Realität entfernt ist. Leider, wird man nach der Lektüre sagen.

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Todeshafen von Lotte und Søren Hammer

Todeshafen – Konrad Simonsen 5

  • Autoren: Lotte und Søren Hammer
  • Verlag: Knaur
  • 480 Seiten
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