Inhaltsangabe zu „Der Kreis aller Sünden“:

Die norwegische Stadt Hammerdahl im Jahr 1978: Unter tragischen Umständen kommt der Mitarbeiter einer Fabrik für Dachpappe ums Leben. Fast vierzig Jahre später rückt das Fabrikgelände wieder in den Blickpunkt eines Ereignisses. Um das stillgelegte Gelände ranken sich die wildesten Geschichten. Das wollen vier Jugendliche nutzen, um ihren Klassenkameraden Morten Nitter einen Denkzettel zu verpassen. Sie sperren ihn in den Keller ein und wollen ihn eigentlich nur ein paar Minuten darin schmoren lassen. Als sie vergessen, ihn aus seinem unfreiwilligen Gefängnis zu befreien, muss Morten die ganze Nacht dort verbringen und erfriert fast. Nach seiner Befreiung ist er auf Vergeltung aus. Kurz darauf erhalten die Jugendlichen Drohnachrichten und als zwei von ihnen, Anne und Victor, verschwinden ist der Fall klar. Da passt es ins Bild, das unmittelbar zuvor Mortens Vater Frank, ein verurteilter Mörder, aus der Haft entlassen wurde. Der Fall eskaliert weiter, als die Leiche von Viktor gefunden wird.

Kritik zu dem Thriller von Torkil Damhaug:

Der Kreis aller Sünden von Torkil DamhaugIn seiner norwegischen Heimat hat sich Torkil Damhaug nicht zuletzt durch ausgeklügelte und spannende Krimis wie die um Kommissar Viken einen Namen gemacht. Mit „Der Kreis aller Sünden“ liegt jetzt ein Roman vor, der außerhalb dieses Serienkosmos angesiedelt ist. Einmal mehr legt der Autor den Fokus auf eine überaus hintergründige psychologische Spannung, die sich kontinuierlich steigert. Durch einen steten Wechsel der Perspektiven, die den Leser mal in die Vergangenheit mal zu den aktuellen Ereignissen führt, baut sich ein Mosaik auf, dass sich Stück für Stück füllt. Dabei nimmt vor allem der Vater von Anne eine wichtige Rolle ein. Als seine Tochter traumatisiert gefunden wird, hat er nur noch ein Ziel: Frank Nitter zur Strecke zu bringen. Dafür ist ihm jedes Mittel recht. Und spätestens jetzt hat Torkil Damhaug dem Leser am Haken. Ist der Erzählstil anfangs etwas zäh und gewöhnungsbedürftig, entwickelt der Roman mit zunehmender Dauer eine Sogwirkung, der man sich nur schwer entziehen kann.

Torkil Damhaug ist ein Schriftsteller, der mit seinen Werken eine gewisse Botschaft transportieren will. Ein realistischer Krimi muss Missstände aufzeigen und sich Themen widmen, an denen sich nicht nur die Protagonisten, sondern auch die Leser reiben können. Die Frage, wie weit man geben wird, um bestimmte Dinge zu erledigen, ist der zentrale Punkt von „Der Kreis aller Sünden“ und macht den Roman, der in seine Heimat zurecht mit einem Krimipreis ausgezeichnet wurde, zu einem echten Erlebnis.

Zudem weiß der gelernte Mediziner und Psychologe, wie die menschliche Psyche aufgebaut ist. Das erleichtert ihm sicher das Erschaffen von Figuren, die überaus authentisch sind. Das erschreckende für den Leser ist die Tatsache, dass man sich bei diesem Roman mit jedem Charakter identifizieren kann, da Torkil Damhaug auf eine platte Gut-und-Böse-Skizzierung verzichtet, sondern die Grautöne hervorhebt, die es dem Leser ermöglichen, tief in die Gedankenwelt der jeweiligen Figuren einzutauchen.

Fans ausgefeilter psychologischer Kriminalromane kommen bei „Der Kreis aller Sünden“ voll und ganz auf ihre Kosten. Obwohl der Roman etwas Zeit braucht, um seine Klasse zu entfalten lohnt es sich, am Ball zu bleiben. Honoriert wird dies mit einem Geflecht aus raffiniert aufgebauten Puzzleteilen und einer Handlung, die bis zum hervorragenden Ende spannend und nicht vorhersehbar bleibt.

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Der Kreis aller Sünden von Torkil Damhaug

Der Kreis aller Sünden

  • Torkil Damhaug
  • Verlag: Knaur
  • 592 Seiten
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