Anmerkung: Der Krimi „10 Stunden tot“ ist der 4. Band der Fabian Risk-Reihe von Stefan Ahnhem.

Inhaltsangabe zu „10 Stunden tot“ von Stefan Ahnhem:

Helsingborg ist durchaus das, was man gemeinhin als malerischen Küstenort bezeichnet. Gleichzeitig ist es die Heimat von Fabian Risk, einem schwedischen Kommissar, der nach mehreren überaus spektakulären Fallen dazu gedrängt wurde, etwas kürzer zu treten. Zumal er bei seinem letzten Fall fast seine Tochter verloren hätte. Daher geht es bei der Auszeit nicht nur darum, den Akku wieder aufzuladen. Auch das Verhältnis zu seinen Angehörigen will und muss Risk bessern, denn die gesamte Familie leidet noch unter den Vorgängen. In dieser Situation wenden sich seine Kollegen an ihn, denn es sind gleich mehrere Fälle, in denen sie mit den Ermittlungen nicht weiterkommen. Zum einen ist da ein syrischer Junge, der auf ungewöhnliche Weise zu Tode kommt, da ist aber auch ein Täter, der seine Opfer scheinbar völlig wahllos auswählt und es Risk damit fast unmöglich macht, ihn zu finden.

Kritik zu dem Roman „10 Stunden tot“:

10 Stunden tot von Stefan AhnhemInzwischen ist es so gut wie ausgeschlossen, in Deutschland den Überblick bei den nordischen Krimiautoren zu behalten. Einen Namen sollte Fans dieser literarischen Spielart aber auf jeden Fall auf den Zettel haben: Stefan Ahnhem. Mit „10 Stunden tot“ legt der in Stockholm geborene Schriftsteller seinen vierten Band aus der Serie um Kommissar Fabian Risk vor. Und der hat es wieder einmal in sich: Der Autor arbeitet sich in seinem Thriller durch ganz unterschiedliche Problematiken. Fremdenhass wird dabei ebenso thematisiert, wie Pädophilie. Alles keine leichte Kost, zumal der Schriftsteller seinen Leser durch mehrere Handlungsstränge und Perspektivwechsel einiges an Aufmerksamkeit abverlangt. Aber genau das ist die große Stärke. Ahnhem, der vor seiner Autorenkarriere als Drehbuchautor tätig war, weiß, wie man bildhaft und packend schreibt. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich jeder seiner Fabian-Risk-Romane stellenweise wie ein Drehbuch liest.

Auch wenn man „10 Stunden tot“ durchaus als eigenständigen Roman lesen kann, empfiehlt es sich, die Reihe mit dem ersten Band zu beginnen. Einfach um insbesondere die Handlungsstränge zu verstehen, die sich auf die vorherigen Fälle beziehen, denn einen Großteil seiner Stärke zieht dieser Thriller aus der Tatsache, dass er Teil einer komplexen und lesenswerten Serie ist.

Handwerklich versteht Stefan Ahnhem ebenfalls sein Metier. Die Kapitel sind kurz gehalten und durch die unterschiedlichen Perspektivwechsel kann er immer wieder mit einem Cliffhanger zum Weiterlesen animieren. Sehr erfreulich ist, dass jede Figur, aus deren Sicht erzählt wird, sich von der vorherigen unterscheidet. Das zeigt, dass der Autor besonders viel Wert auf die Tiefe und die Komplexität seiner Charaktere gelegt hat. Der einzige wirklich negative Kritikpunkt ist zugleich auch ein Highlight. Der Roman endet mit einem Knall, der es dem Leser fast unmöglich macht, zur Tagesordnung überzugehen, da er händeringend darauf wartet, eine Antwort zu bekommen. Für den einen oder anderen Leser wird diese Art der Auflösung sicher unbefriedigend sein. Der Rest wird die Tage, Wochen und Monate zählen, bis der fünfte Band um Fabian Risk erscheint.

Fans spannender Krimis, die sich gerne in einem Serienkosmos bewegen, werden mit „10 Stunden tot“ bestens bedient. Erneut legt Stefan Ahnhem einen stimmigen, schlüssigen und packenden Thriller vor, der mit Fabian Risk eine überaus glaubhafte Hauptfigur besitzt und mit vielen interessanten Charakteren aufwarten kann.

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10 Stunden tot von Stefan Ahnhem

  • 10 Stunden tot
  • Stefan Ahnhem
  • Verlag: Ullstein
  • 496 Seiten
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